Bachelorarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Kunst - Computerkunst, Medienkunst, Note: 1, , Sprache: Deutsch, Abstract: Digitale Musikformate (wie z. B. MP3 und WAV) ermöglichen uns heute das perfekt wiederholbare Hörerlebnis. Jede Wiedergabe eines Songs klingt gleich. Es handelt sich um festgelegte Daten; um lineare Musik. Bedenkt man wie lange schon daran gearbeitet wird Musik zu konservieren, und wie wenig Entwicklung in diese Richtung noch statt finden kann, liegt nahe, dass bald etwas Neues kommen könnte. Nach dem Ausfeilen des perfekt reproduzierbaren Musikmediums, das jedem Menschen die absolut gleiche Musik liefert, könnte die Zukunft etwas anderes bringen – Musik, die beim Abspielen lebendig ist. Non-linear Music ist hier das Stichwort. Sie ermöglicht Variationen des selben Songs bei erneuter Wiedergabe. Dabei kann es sich z. B. um on-the-fly von einem Computer beeinflusste Melodien handeln, oder um vom Künstler vorbereitete Stems, die bei jedem Abspielen der Datei neu kombiniert werden. So weit die Theorie. Praktisch gesehen gibt es momentan keine unkomplizierte Möglichkeit, non-lineare Titel zu produzieren. Zwar bieten DAWs wie Ableton non-lineare Werkzeuge, doch kann man diese nur während der Musikkomposition und innerhalb des Projektes nutzen. Sobald man Titel in ein konsumierbares Musikformat exportieren will, muss man sich für eine einzige Variante des Materials entscheiden. Forschungsgegenstand dieser Arbeit ist die Stimmung von Künstlern in Bezug auf Non-linear Music, wobei es um den Bereich der elektronischen Musik geht. Es soll herausgefunden werden, ob sie bereits Kontakt mit generativen Musiksystemen hatten und wie sie Vorstellungen in Hinsicht auf ein non-lineares Endformat bewerten würden. Arbeiten sie bereits mit Random-Plug-Ins? Wenn ja, aus welchen Gründen oder weshalb nicht? Verfügen sie bereits über Erfahrung in der Anwendung von zufallsgesteuerten Audio-Elementen bei Live-Auftritten? Glauben sie neue Optionen nutzen zu wollen, die das Exportieren ihrer Songs mit in der Datei enthaltenen Variationen ermöglichen würden? Hierbei wird sich vor allem an die Idee von stembasierten Produktionen herangetastet. Diese könnten durch ein im Hintergrund liegendes generatives System während des Abspielens immer wieder neue Varianten eines Songs kreieren. Zusammengefasst soll die Stimmung von Künstlern behandelt werden, die eine eher positive oder negative Tendenz in Bezug auf non-lineare Musikproduktion aufweist.

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